Was ist ein GIS, was versteht man unter Geodaten?

Grundlegendes Arbeitswerkzeug für Geodaten ist das Geografische Informations-System (GIS). Es ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl auf dem Markt verfügbarer Software-Systeme zur Darstellung räumlicher Zusammenhänge.

"Geodaten sind nach Art. 3 Nr. 2 der Richtlinie 2007/2/EG (Inspire- Richtlinie) definiert als „Daten mit einem direkten oder indirekten Bezug zu einem bestimmten Standort oder geografischen Gebiet.“ Geodaten beschreiben also ein Objek, entweder direkt durch Koordinaten oder indirekt beispielsweise durch die Postleitzahl, eine Landschaft oder durch seine Position im Raum. Über ihren Raumbezug lassen sich Geodaten untereinander verknüpfen, um detaillierte Abfragen und Analysen erstellen zu können" (Quelle: http://geoportal.saarland.de/portal/de/informationen-de/geodaten-und-metadaten.html, Datum: 14.07.2016).

In einem GIS werden Geodaten für unterschiedliche Fragestellungen und Geschäftsprozesse erfasst, verwaltet, miteinander verschnitten, analysiert, ausgegeben und visualisiert. Kern unserer GIS-Daten sind einerseits die geografische Lage, topologische Beziehungen (Netzlogik) und die Sachdaten der Anlagen und Leitungen der konzessionierten Netze (z. B. Baujahr, Material, Nennweite, Hersteller) sowie andererseits die Basisdaten (Flurstücks- und Gebäudeinformationen, Luftbilder, topografische Karten, Stadtpläne etc.).

Das Spannende am GIS ist, dass die verschiedenste Datenquellen als Layer (synonym: Schichten, Folien) eingelesen und übereinandergelegt werden können, z. B. topografische Karten oder Straßenpanoramen mit dem Gas-, Wasser- oder Stromnetz. Durch die Verknüpfung der ausgewählten Daten wird die Visualisierung von räumlichen Zusammenhängen und Abhängigkeiten ermöglicht.